Herzlich willkommen bei blogwurst-mit-senf.de

Der Name dieses Blogs deutet den Inhalt bereits an. Es geht um Essen und Trinken, um kullinarische Genüsse und alles, was so dazugehört. Kochen ist in, Kochen hat Hochkonjunktur. Die Zahl der Printmagazine rund um das leibliche Wohl geht ins Unermessliche und jeder Prominente, der in der Lage ist, einen Kochbeutel aufzureißen, darf im Fensehen andere “Berühmtheiten” bekochen.

Warum dann noch dieses Blog?
Schlicht und ergreifend aus Liebe zum Kochen! Was gibt es Schöneres, als einzelne Ingredienzien zusammenzufügen und aus diesen Bestandteilen ein wohlschmeckendes Ganzes zu formen? Kochen (und das anschließende Essen) ist ein Vergnügen, was all unsere Sinne anspricht. Frisches Gemüse in strahlenden Farben, direkt vom Markt oder vom Bauern. Der betörende Duft exotischer Gewürze, das herrliche Geräusch von brutzelndem Fleisch in der Pfanne und ein Geschmack, der einen für all die Mühen vor und nach dem Genuss (der lästige Abwasch) entschädigt.

Ingredienzien

Nutella verklagt – Kann Schokocreme dick machen?

Amerika hat sich einmal mehr als Paradies für klagefreudige Zeitgenossen herausgestellt. Eine Mutter verklagte jetzt Ferrero, den Hersteller von Nutella. Ihrer Aussage nach habe sie den süßen Aufstrich gekauft, weil er in der Werbung als gesund und nahrhaft gepriesen wurde. Nun stellte die Mutter fest, dass die Schokocreme ähnlich viel Fett und Zucker enthält, wie Schokoriegel. Nun wurde ihr klar, dass Nutella vielleicht doch nicht so gesund für ihr vierjähriges Kind ist.

Daraufhin reichte die Mutter nun in San Diego eine Sammelklage ein. Dem Lebensmittelhersteller wird unter anderem unfairer Wettbewerb und irreführende Werbung vorgeworfen.

Wie schon bei vielen anderen gegen Lebensmittelkonzerne geführte Klagen kann man sich auch hier nicht des Eindrucks erwehren, dass es nur ums Geld geht. Ein Blick auf die Packung und ein rudimentäres Quantum an gesundem Menschenverstand sollten jedem klar denkenden Menschen sagen, dass Schokocreme als Frühstück  ähnlich gesund ist wie eine Schüssel Vanillepudding. Nichtsdestotrotz schadet es meiner Ansicht nach nichts, wenn Lebensmittelkonzerne für irreführende Werbung den einen oder anderen Tritt vor das Schienbein bekommen. In Deutschland geht gerade hier foodwatch.de immer mit gutem Beispiel voran und macht sich gelegentlich bei Ministerin Aigner und der Lebensmittelindustrie gleichermaßen unbeliebt.

Messe VeggieWorld in Wiesbaden

Vom 11. bis zum 13. Februar 2011 findet in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden die VeggieWorld statt, die Messe für nachhaltiges Genießen. Galten vor Jahren Vegetarier jeglicher Couleur noch als Spaßbremsen und Kostverächter, so hat sich das Bild in den letzten Jahren gewandelt. Vorbei sind die Zeiten, wo man sich unter einem Vegetarier einen lustlos auf Grünzeug rumkauenden Zeitgenossen vorstellte. Selbst Sterneköche bekennen sich zum fleischlosen Genuß.

Die angebotenen Produkte und Dienstleistungen sind vielfältig und auch für “Fleischfresser” interessant. Ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Vorträgen und Workshops ergänzt das Angebot der Ausstellung.

Nähere Informationen finden sich unter http://veggieworld.de.

Mini Quiches mit Äpfeln und Zwiebeln

Mini Quiches in allen Varianten sind für mich ein wundervolles Mitbringsel für Partys, die jedes Mal ruckzuck in zufriedenen Bäuchen verschwunden sind. Traditionell werden Mini Quiches (und auch die große Schwester) aus Mürbeteig gemacht. Ich nehme auch gerne einen normalen Hefeteig oder (wie im vorliegenden Fall) Blätterteig. Gerade wenn es schnell gehen soll, ist Blätterteig meine erste Wahl. Bitte bedenken Sie aber, dass dann der Teig der fertigen Mini Quiches auch leicht mal blättert.

Diese vegetarische Art der Mini Quiches mit Äpfeln, Zwiebeln und Curry schmeckt wunderbar exotisch.

3 Zwiebeln in feinen Scheiben
1 säuerlicher Apfel, geschält und gerieben
1 Zehe Knoblauch, geschält und durchgepreßt
2 EL Curry süß
½ TL Paprika edelsüß
Eine Prise Cayennepfeffer
Salz, schwarzer Pfeffer
2 Eier, verquirlt
1 Tasse Milch
4 EL süße Sahne
4 EL geriebenen Käse
2 EL Öl
1 Packung Blätterteig

Für die Mini Quiches Blätterteig aus der Gefriertruhe nehmen und die Scheiben voneinander trennen (damit die Scheiben besser auftauen können).
Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln anschwitzen und leicht bräunen. Apfel und Curry hinzugeben, unter Rühren 1 Minute weiterdünsten und dann abkühlen lassen.
Ein großes Brett oder eine große Fläche mit Mehl bestreuen. Eine Scheibe Blätterteig auf das Brett geben, nochmals mit etwas Mehl bestreuen und den Teig dünn ausrollen. Aus dem Teig mit einer Tasse Kreise mit einem Durchmesser von 8-9 Zentimetern ausstechen.
Eine Muffinform mit etwas Öl ausstreichen. Backofen auf 180 °C vorheizen.
Die Zwiebelmasse mit Gewürzen, Käse, Milch, Sahne und den Eiern vermengen.
Die Teigkreise in den Förmchen verteilen und in jedes Förmchen 1-2 Esslöffel der Zwiebelmasse geben.
Mini Quiches in ungefähr 20-25 Minuten goldbraun backen, etwas abkühlen lassen und vorsichtig aus den Förmchen nehmen.

Diese Mini Quiches sind kalt oder warm ein Hit auf jeder Party, je nach Vorlieben lassen sie sich auf unterschiedlichste Art und Weise füllen.

Hinweise

Natürlich kann man für die Mini Quiches statt fertigen Blätterteig zu kaufen und auszurollen den Teig selber machen. Ich gestehe jedoch, dass mir dazu manchmal Zeit und Lust fehlen. Wenn Sie fertigen Teig nehmen, kaufen Sie auf keinen Fall Hefeteig, dieser schmeckt nämlich unpassend süß. Selbstgemachter Hefeteig hat gegenüber Blätterteig den Vorteil, dass die Mini Quiches fester sind und beim Herausnehmen nicht abblättern.

Fingerfood Rezepte

Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo der Ausdruck ‚Fingerfood Rezepte’ in den Gesichtern der meisten Menschen eher ein Stirnrunzeln produzierte. Das Standardgericht aller Partys, bei denen ich Gast war, hieß Nudelsalat in allen Variationen. Auf diese Weise nahm man an einem normalen Abend mehr Pasta zu sich, als eine italienische Großfamilie während eines Monats. Fingerfood Rezepte waren den meisten zu aufwendig, da war es schon einfacher, einen Pott Teigwaren in Salzwasser zu kochen, mit ein paar anderen Zutaten zu vermengen und das Ergebnis dann als Salat zu kredenzen.

Ich liebe Nudeln jeglicher Art, doch viermal das gleiche Gericht leicht abgewandelt, ging selbst mir über die Geschmacksnerven. Lästig war auch die Tatsache, dass man gerade bei Stehpartys ständig seinen Teller in der Hand halten musste. Ein weiterer Vorteil der Fingerfood Rezepte: Sobald man das Häppchen gekaut und runtergeschluckt hat, hat man wieder freie Hände, Teller im Allgemeinen überflüssig. Inzwischen haben sich die Ansichten gewandelt und die Partygäste freuen sich auf die kleinen Gaumenschmeichler und meine Fingerfood Rezepte. Freuen Sie sich also auf leckere Häppchen und Fingerfood Rezepte, mit denen Sie bei jeder Party punkten können.

Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Pesto in Verbindung mit Nudeln oder einem anderen Gericht ist für mich der liebste Frühlingsbote. Wenn sich in unseren Laubwäldern im Monat März ein würziges Düftlein breitmacht, dann ist es für mich wieder Zeit, frischen Parmesan zu kaufen und mich auf meine erste frische Bärlauch-Pesto zu freuen.

Zutaten:
60 g Pinienkerne
½ TL grobes Meersalz
2 Bund Bärlauch, gewaschen, trockengeschüttelt und feingehackt
120 ml Olivenöl extra vergine
150g frischer Parmesan, gerieben

Zubereitung:
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett unter gelegentlichem Rühren goldbraun rösten, danach abkühlen lassen.
Pinienkerne in einem Mörser mit Salz zerstoßen.
Bärlauch hinzufügen und mit zerstoßen.
2 EL Öl hinzugeben und weiterrühren.
Nach und nach die Hälfte des Parmesans unter Rühren hinzugeben.
Restliches Öl zugeben und alles zu einer homogenen Masse verrühren.
Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
Die Nudeln nach Vorschrift kochen.
Nach Belieben einige Esslöffel Nudelwasser unter die Sauce rühren.

Pasta mit Bärlauch-Pesto und Käse bestreut servieren.

Für Bärlauch-Pesto gibt es die unterschiedlichsten Zubereitungsvarianten. Sie können natürlich auch alle Zutaten zusammen pürieren. Ich für meinen Teil mag meine Bärlauch-Pesto lieber etwas sämiger.